09) Acker und Feldrain Die "Kalkscherbenäcker" der Frankenalb - so genannt wegen der vielen weißen Bruchstücke des Untergrundgesteins - sind seit jeher beson- ders reich an Ackerwildkräutern. Diese eigent- lichen Steppenbewohner wurden einst unbeab- sichtigt zusammen mit den Kulturpflanzen bei uns eingebürgert. In der Regel werden sie als "Unkräu- ter" bekämpft. Doch in neuerer Zeit gibt es Bemühungen, ihre Vielfalt z.B. auf ungespritzten Ackerrandstreifen zu erhalten.
In diesem vielfältigen Gemen- ge unzähliger Arten stechen der rote Klatschmohn und der blauviolette Ackerritter- sporn ins Auge (> größer). Weitere typische Vertreter auf den hiesigen Kalkböden sind Adonisröschen und Haftdolde. Zu den Insekten-Highlights auf dem Acker gehören Bombardierkäfer und Steinhummel. Am Ackerrand geht der Laufkäfer auf Beutejagd. Die Lesesteinhaufen geben auch größeren Tieren unterschlupf wie dem Wiesel und dem Marder, der Zauneidechse und der Schlingnatter. Gefährdung : - Überdüngung - Spritzmittel gegen Wildkräuter und Insekten Schutz und Pflege: - Fortführung der traditionellen Ackernutzung ohne chemische Mittel (zumindest ohne Insekti- zide) im Ackerrandstreifen >> Schautafel-Übersicht |